Netgear WNR2200 gebrickt?

Hallo,

ich versuchte gerade einen Netgear WNR2200 mit der Freifunk-Firmware zu beglücken. Aktuelles Image „beta 0.15.1“. Bisher war Netgear-Firmware drauf. Das „Hochladen“ klappte, der automatische Neustart schon nicht mehr in den Modus, daß er sich am Netz wieder meldet, und dann mit 192.168.1.1 (wie zuvor in der Netgear-Firmware nach Factory Reset auch schon). Die LED-Aktionen ließen mich annehmen, daß er ungefähr im 2min-Abstand neu startet. Denn dann kam immer wieder dasselbe Muster. Nach 20min hatte ich keine Geduld mehr und startete den Router mit Aus-Ein frisch. Der an einer „LAN-Schnittstelle“ angeschlossene PC erhält weiterhin nix per DHCP, aber bleibt manuell bei 192.168.1.2. Jetzt startet der Netgear nicht mehr im 2min-Rythmus, sondern bleibt stabil. Die einzige Reaktion, die ich ihm so entlocken kann, ist das Umstecken des Ethernet-Kabels, womit immerhin erkennbar ist, daß die Link-Erkennung vom Switch-Chip funktioniert. Mehr nicht.

Ein erneuter Neustart mit gedrückter Factory-Reset-Taste bringt etwas mehr Leben :slight_smile: Die Antwort von ping (unter Linux Mint) sagt danach dies:

ping: Warning: invalid tv_usec -8101815670911209966 us
ping: Warning: time of day goes back (-7523094286434756195 s), taking countermeasures
40 bytes from 192.168.1.1: icmp_seq=367 ttl=64 (truncated)

Mehr läßt sich weiterhin nicht entlocken. Ganz tot ist er nicht, er lebt nur nicht mehr. Frei nach einem Kinderbuchautor :wink:

Fühlt sich der Netgear-Router unwohl, weil er keine Zeitsynchronisation durchführt und im Jahr 1970 weilt? Kann er dann derart ungehalten reagieren?

Also: was tun?

Gruß, Ralf

Hallo Ralf,

Das sieht aus wäre das Gerät im Bootloader fest gefahren. Probiere doch einmal die OpenWRT Anleitung und erst einmal das normale OpenWRT Image, eventuell kommst du damit ein paar Schrite weiter:

WNR2200⁣

Hallo,

Danke für den Hinweis. Kurze Anleitung für die Nachwelt, falls noch jemand auf diese „Herausforderung“ stößt:
vier Schrauben sind unter den abziehbaren Gummifüßen, Schraubenkopf: T8. Innen drin ist eine Pfostenfeldleiste mit 4 Pins („JP1“). Beim weißen Punkt ist 3,3V, am anderen Ende GND, dazwischen RxD und TxD. Erste „Herausforderung“: RxD und TxD mit dem Chinesen-V.28-Pegelwandler (mit einem MAX3232!) ausprobieren, denn bei meiner Kombination stimmten die vorhergesagten Belegungen nicht. Damit gibt’s eine serielle Ausgabe mit 115kBaud, denn anders kommt man in diesem Zustand nicht mehr an die „Innereien“.

Mit gedrückter Factory-Reset-Taste sieht’s offensichtlich normal aus:
http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/Bootlog_mit_Factory-Reset.txt
Normal gestartet gibt’s Auffälligkeiten bei [ 0.508171] und ab [ 2.043826]:
http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/Bootlog_ohne_Factory-Reset.txt
Meine Frage: hat mein Gerät eine Macke im FlashROM, die mit der Netgear-Firmware nur nicht auffiel? Wenn ja, kann ich mir jegliche weitere Aktion mit OpenWRT und Freifunk-Firmware sparen.

Randbemerkung: mein Gerät ist die hierzulande übliche 8-MB-Version, so auch das Freifunk-Image.

Gruß, Ralf