Versorgung Kleingartengebiet

Hallo Zusammen,

ich habe mich heute hier angemeldet, da ich gerne ein Kleingartengebiet im Landkreis Karlsruhe versorgen möchte. Ich selbst habe dort eine Parzelle an einem der höchsten Punkte im Gebiet. Leider haben wir dort KEINEN Strom, d.h. der Betrieb muss über Solar erfolgen. Zwei Panels und einen Akku habe ich bereits vor Ort. Der Betrieb läuft mit 12v. Accesspoints etc. funktionieren ja problemlos damit.

Aktuell habe ich zum testen einen kleinen AP in meiner (Holz)-Hütte. Leider reicht der Empfang gerade einmal um meine Parzelle. Der Uplink befindet sich bereits in der Realisierung.

Anbei die „Karte“ vom Gebiet. Rot markiert mein Standort.
Unbenannt|661x500

Das gesamte Gebiet hat eine Fläche von ca. 38.540,85 m² ;-).
//Edit: Damit es für euch Bildlicher ist: etwa 5 Fußballfelder…

Ich habe eigentlich nur eine Frage:
Welche APs empfiehlt ihr mir für den Betrieb? Sie können leider nur in meiner Parzelle an einem 6m Mast befestigt werden.

Gruß.
DerGockler

Hallo,

Grundsätzlich klingt das erst mal nach einem coolen Projekt. Das der Betrieb über solar erfolgen muss macht es natürlich schwieriger, auf jeden Fall mit ausreichend Batterien und Solarmodulen Planen.

Die Standartempfelung für ein Outdoor Gerät ist zur Zeit der AC-Mesh von Ubiquiti. Der lässt sich auf wunderbar an einem Mast installieren. Außerdem benötigt er nur ein Kabel für Strom und Daten (PoE).

Ein AP am Mast sollte für den Anfang auch reichen. Es sind ganz normale Rundstrahlantennen verbaut und mit dem Outdoor Modus hat das 5GHz Wifi auch eine ausreichende Reichweite.

Die andere Frage ist, wie realisiert du den Uplink? Richtfunkstrecke zum Mast, oder LTE Modem? Im Fall von LTE musst du beachten das unser Mesh-Prokoll permanent kleine Datenpackete versendet, die auf den Monat gerechnet schnell einige Gigabyte an Volumen auffressen können.

Grüße,
herrbett

Hallo,

danke für deine Antwort.

Für den Uplink setze ich eine Ubiquiti Litebeam AC und eine Ubiquiti Nanobeam AC ein (via Airmax). Daran hängt dann ein 50/10er VDSL. Laut dem Ubiquiti Airlinkcalculator sollte das funktionieren (~300m). Falls das nicht klappen sollte wird es über LTE realisiert, da müsste ich dann noch genauer schauen (LTE bieten hier nur Telekom/Telefonica an).
Sobald das Wetter wärmer wird und ich den Mast einbetonieren kann, wird der Uplink getestet. Danach sehe ich weiter.

Das Solarpanel liefert 100W. Aktuell ist aber nur eine 100AH-Batterie dahinter, hier werde ich vermutlich aufstocken müssen.

Meinst Du ein AP reicht? Ich lese bei Amazon in den Bewertungen von Reichweiten bis zu 500m, aber müssten die Gegenstellen (Smartphones/Tablet/Whatever) dann nicht auch mit mehr „Power“ senden? Der Hersteller selbst gibt ja nur 183m an.

Gruß,
DerGockler

Hallo,

mein Projekt liegt gerade wetterbedingt auf Eis.

Ich habe inzwischen dennoch provisorisch die Ubiquitis ausgerichtet, allerdings haben diese noch keine direkte Sichtverbindung. Im Kleingartengebiet ist die Nanobeam momentan auf 2,70m, später wird sie auf knapp 6m hängen. Den Masten konnte ich bisher noch nicht stellen.

Die Werte sind für die grobe Ausrichtung eigentlich gar nicht so schlecht…


//Edit: Später werden hier 50 Mbit down und 10 Mbit up zur Verfügung stehen.

Werde weiter berichten :slight_smile:.

Gruß

Inzwischen ist der Mast einbetoniert, gesetzt und die Antenne montiert. Leider ist das 15 Meter Kabel mit 12V PoE zu lang für die Ubiquiti. Ich werde hier nun ein anderes Kabel benötigen, dieses kommt aber erst am Dienstag per Post.

Gruß

1 Like

Sieht doch schon mal gut aus?

12V PoE? Das klingt irgendwie komisch? Normalerweise ist es mindestens 24V Passives PoE? Vielleicht ist auch einfach eine Ader im Kabel defekt?

Die Ubiquiti laufen auch mit 12V. Hatte es bereits testweise so in Betrieb. Ich nutze hierfür auch nicht den PoE-Adapter des Herstellers, sondern von Alfa Networks.


Kabel habe ich inzwischen auftreiben können, allerdings finde ich meine Crimpstecker nicht mehr. Habe mir jetzt beim großen Fluss welche bestellt, diese kommen erst am Dienstag. Aber das Wetter ist ja eh bescheiden ;-).

Gruß

Ja, die Ubiquiti laufen Teilweise auch mit 12V, aus anderen Communities weiß ich aber das das ganze nur mit sehr kurzen Kabelstecken geht und auch nicht sonderlich stabil. Einfach wegen dem Spannungsabfall auf der Leitung

Je nach dem wie man es machen will kannst du entweder einen kleinen Stepup Konverter vor den PoE Injektor setzen, oder das Gerät aufmachen und dort den Stepdown ansprechend ersetzen.

Ubiquiti hat auch einen ganz Hilfreichen Artikel zu dem was du vor hast. https://help.ubnt.com/hc/en-us/articles/204952184-airMAX-Solar-Powered-Tower

Danke für den Tipp mit dem Stepup, hat geklappt :slight_smile:.
Link steht nun, werde morgen noch ein bisschen nach justieren. Heute abend flashe ich mir vielleicht noch eine Fritz!Box 7330 und häng das dann mal in die Hütte zum testen.



Gruß

Wunderbar das es doch geklappt hat.

Wenn es irgdnwie geht würde ich versuchen die 7330 zu vermeiden. Die CPU in der Fritzbox ist mit 393 MHz mips24kc wirklich wirklich am untersten Ende der Minimalanforderungen für Gluon.

Wenn du noch eine Fritzbox 4040 oder eine 4020 hast, würde ich eher versuchen diese Anzuschließen, damit solltest du deutlich mehr Spaß hinter der Richtfunkstecke haben.

Ich arbeite bei einem Netzbetreiber, da komm ich eben leichter an die früher gängigen Fritzboxen ;-).

Langfristig will ich auf einen Ubiquiti Mesh Outdoor, aber erstmal testen ob das alles funktioniert oder ob ich noch meine Akkus aufrüsten muss.

Ich werde weiter berichten.

Gruß

Alles klar. :smiley:

Bei der 7330 gibt es mit OpenWRT einen Bug der uns auch in Gluon betrifft.https://github.com/freifunk-gluon/gluon/issues/1943

Nicht das du auch hinein rennst.

Ich glaube genau das ist jetzt mein Problem:
Zuhause in meiner Testumgebung, hängt die 7330 an einem aktiven Switch. Hier startet die Box, sendet die SSID aus und die Geräte können sich verbinden. In der Gartenhütte habe ich allerdings keinen Switch, sondern den PoE, an welchem dann die NanoBeam hängt. (NanoBeam -> PoE-Injektor -> Fritzbox). Die Fritzbox erkennt dabei den Uplink nicht und aktiviert daher LAN1 nicht. Ich habe bereits testweise mein Notebook an LAN1 angeschlossen, aber auch hier bekommt die Fritzbox nach dem umstecken von Notebook in den Injektor keinen Link. (SSID wird ausgestrahlt, verteilt aber keine IP).
Wenn das Notebook am Injektor hängt (NanoBeam -> PoE-Injektor -> Notebook), kann ich problemlos surfen bzw. auf mein Heimnetz zugreifen.

Ich habe jetzt folgende Optionen:

  • Einen aktiven Switch vor die Fritzbox hängen (juhuu, noch einen Verbraucher mehr).
  • Direkt auf einen Unifi AC Mesh umbauen.

Andere Ideen?

Gruß