Geringe Bandbreite trotz guter Hardware


#1

Hi,

in letzter Zeit fällt mir auf, das die Bandbreite über meine Freifunk-Router recht gering ist.

Die letzten Jahre habe ich für Freifunk einen TP-Link TL-WDR4900 verwendet. In der Anfangszeit habe ich über diese 10-15 MBits/s geschafft. In der letzten Zeit wurde es aber immer weniger.
Daher habe ich mir jetzt einen TP-Link Archer C7 besorgt. Aber ich komme nicht über 10 MBits/s
Meist liegt die Bandbreite zwischen 2-7 MBits/s.

Da mit dies komisch vorkommt, habe ich dies auch mal als VM in ESXi versucht. Aber auch dort bekomme ich ähnliche werte wie mit dem Archer C7.

Die Router als auch die VM hängen per Kabel an der Fritz!Box meines Unitymedia-Anschlusses mit 200 Mbits/s.
Gemessen habe ich mit iperf und speedtest.net.

Mache ich irgendetwas falsch? Gibt es eine Möglichkeit die Bandbreite zu erhöhen ohne die Verschlüsselung zu erhöhen?

Ich bin für jeden Rat dankbar.

Danke & Gruß,
Datafreak


#2

Hi,

in die mögliche Bandbreite spielen viele Faktoren mit ein.

Das sind unter anderem die von dir eingesetzte Hardware, können aber aber auch Faktoren auf unserer Seite sein.
Der TP-Link TL-WDR4900 schafft z.b. auf Grund seiner höheren Rechenleistung deutlich mehr “VPN-Durchsatz” als der TP-Link Archer C7.

Zu unserer Seite.
über welches Gateway bist du verbunden?

Wir haben leider festgestellt das das Gateway “alb0” Seitens des Hosters leider nicht mehr die volle Bandbreite des Ports erreicht. Dagegen können wir leider von unserer Seite recht wenig tun, außer die VPN-Verbindungen auf andere Server zu verteilen.

Deswegen würde ich dich noch einmal bitten den Test zu wiederholen, wenn du mit einem Gateway verbunden bist.

Grüße,
Simon


#3

Ich hatte letzte Woche ähnliche Beobachtungen gemacht - mehr als 10MBit ging praktisch nicht.

Ich habe heute daher gezielt alb0 deaktiviert und dann per Kabel am Offloader gemessen (alb3):

wget -6 --report-speed=bits -O /dev/null http://cachefly.cachefly.net/100mb.test
2018-07-03 08:46:54 (94,1 Mb/s)

mehrere Durchläufe - zwischen 36 und 150 Mbit (mehr als 150MBit macht meine Leitung nicht)

Speedtest.net im Browser hatte um die 50 MBit. Andere Ziele bei Hetzner kamen ebenfalls nicht höher.


IPv4 von der Node nicht mehr erreichbar
#4

Hi,

vielen Dank für euer Feedback.

Kann ich irgendwie bestimmen, welchen Gateway mein Router nimmt?
Ich hatte ihn gerade mal per Remote neugestartet und er war dann auf “alb3”.
Aber nach kurzer Zeit wieder auf “alb0”

Geht es beim “VPN-Durchsatz” rein um CPU-Leistung/MHz? Ich hatte gehofft durch die neuere Hardware mehr Durchsatz zu erzielen. Dann hätte ich mir vielleicht doch die Fritz!Box 4040 statt dem TP-Link Archer C7 kaufen sollen.
Ich hätte halt gerne maximale WLAN-Reichweite und maximalen Durchsatz.

Gruß,
Datafreak


#5

Zur Verteilung der Gateways muss Simon was sagen. Mir ist nur aufgefallen, dass ich alb0 ziemlich häufig sehe, dafür dass es wohl weniger Clients nehmen soll.

Beim VPN-Durchsatz geht es maßgeblich um Prozessorpower, aber auch Hauptspeicherdurchsatz und Network hat darauf Einfluss. Deshalb nimmt man an Orten bei denen man Durchsatz braucht oft einen eigenen Rechner (Stichwort Offloader).

Also die FB4040 kann keines von beiden :slight_smile: Maximalen Durchsatz bekommt man mit eigenen Geräten. Und meine WDR scheinen mir eine bessere Funkleistung zu haben als die FB. Zum Archer kann ich nix sagen.

Limitierender Faktor ist aber meistens die Airtime. Die Luft als Shared Medium hat halt nur endliche Kapazität. Wenn da alle unkoordiniert drauf rum funken sind die Gateways meistens das geringste Problem.


#6

Also der alb0 scheint aktuell euer Arbeitstier zu sein.
308 eurer 374 aktiven Nodes nutzen ihn:

~$ curl --silent 'https://api.karlsruhe.freifunk.net/yanic/meshviewer/nodes.json' | jq -r '.nodes[] | select((.flags.online==true) and (.nodeinfo.system.site_code=="ffka")) | .statistics.mesh_vpn.groups.backbone.peers.alb0.established' | grep -v "^null$" | wc -l
308

~$ curl --silent 'https://api.karlsruhe.freifunk.net/yanic/meshviewer/nodes.json' | jq -r '.nodes[] | select((.flags.online==true) and (.nodeinfo.system.site_code=="ffka")) | .statistics.mesh_vpn.groups.backbone.peers.alb0.established' | grep "^null$" | wc -l
66

Ich habe auch festgestellt, dass ich teilweise packet loss habe.
Hier direkt vom ESXi aus:

:~# ping google.de
PING google.de (2a00:1450:4001:824::2003): 56 data bytes
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=1 ttl=58 time=58.262 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=2 ttl=58 time=51.492 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=4 ttl=58 time=36.491 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=6 ttl=58 time=48.715 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=7 ttl=58 time=36.836 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=8 ttl=58 time=46.863 ms
64 bytes from 2a00:1450:4001:824::2003: seq=9 ttl=58 time=34.008 ms
^C
--- google.de ping statistics ---
10 packets transmitted, 7 packets received, 30% packet loss
round-trip min/avg/max = 34.008/44.666/58.262 ms

Irgendetwas scheint mit dem alb0 nicht zu stimmen.

Ich glaube meine Zielvorstellung ist ein Offloader auf meinem ESXi für den Durchsatz und der TP-Link Archer C7 für die Reichweite.


#7

Hallo zusammen,

zur Zeit kommen grade zwei Probleme zusammen.

Zusätzlich dazu das unser Switch-Port bei Hetzner von alb0 voll scheint, laufen auf alb1-3 unsere fastd Instanzen nicht mehr Stabil.

An der genauen Fehleranalyse sind wir noch dran.

Ich melde mich wieder wenn wir nähere Erkenntnise haben was genau das Problem ist.


#8

Hi @herrbett,

konntest du schon etwas herausfinden?

Gruß,
Datafreak


#9

Hi,

ja. Das Problem war wohl das wir Buffer zu groß gewählt hatten, als RAM zur verfügung steht.
Das haben wir angepasst.

Mittlerweile läuft der Fastd wieder Stabiler auf allen Gateways. Wir behalten das ganze aber noch genau im Auge.